Parkzeit

Wenn es um einen Parkplatz geht, wird die Stadt immer mehr digital. Je nach Standort kann man mittlerweile mit einer App ausgezeichnet einen freien Parkplatz finden, auf diesem Parkplatz parken und meistens via iOS Smartphone direkt in der App bezahlen. Die nötige Information über den besten Parkplatz für unser Auto in der Nähe, die Parkgebühr auf einem Parkplatz im nächsten Parkhaus kann in Echtzeit eingesehen werden und der Parkschein, um das Auto auf einem entsprechenden Parkplatz im Parkhaus zu parken können wir über eine solche App auf dem Handy dann auch direkt bezahlen.

Solch ein virtueller Parkschein in der App vom Smartphone macht nicht nur die Parkplatzsuche wesentlich leichter, sondern sorgt auch dafür, dass der Parkplatz in der Stadt endlich den Wert bekommt, den ein Parkplatz verdient. Denn schauen wir uns mal an, wie viele Autofahrer täglich auf der Parkplatzsuche sind. Stellen Sie sich vor, wie viele Autofahrer ein Angebot wie Park and Ride nutzen, nur, weil in der Stadt nicht genügend Ressourcen von einem freien Parkplatz für alle zur Verfügung stehen. Was war das für eine Verschwendung, als wir nicht mal eine App, sondern gar keine App hatten, weder eine Parkplatz App, noch eine App via diese ganz bequem mit dem iOS Mobiltelefon oder dem Windows Phone die Parkgebühr für den Parkplatz im Parkhaus bezahlt werden konnte.

Die Antwort lautet: die Parkplatzsuche war anders. Wollte man früher mal fix mit dem Auto in die Stadt fahren, dann hat man sich keine Information über eine Parkplatz App gemacht, um im Parkhaus auch sicher einen Parkplatz finden konnte, um sein Auto zu parken. So etwas gab es früher nicht. Da gab es ja noch nicht mal diese ganzen digitalen Geräte, Tablet, geschweige denn einen digitalen Parkschein in einer Smartphone-App. Bezahlt hat man früher noch mit Groschen. Mit richtigem Geld, wie man mittlerweile sagen könnte.

Eins ist gewiss: der Parkplatz wird nicht nur in unserer Stadt smarter, sondern auch am letzten Standort in der letzten Stadt in Deutschland. Diese Information gilt derzeit vielleicht noch nicht für alle deutschen Städten, aber die Entwicklung hat eine eindeutige Tendenz. Die Information, ob Sie Ihr Auto am Park, vor dem Park oder sogar im Park abgestellt haben, können Sie, auch in einer fremden Stadt, mit Google Maps oder der Parkplatz-Suche Find my Car leicht herausfinden. Dann lernen Sie den Park vielleicht mal von der ganz anderen Seite kennen. Nämlich von seiner grünen idyllischen Seite. Sie spannen ab und mit der App TraviPay bezahlen Sie ganz gemütlich per Klick von der Parkbank. Sie können Ihr Auto dann auch mal getrost eine Weile alleine lassen und die gute Luft genießen. 

Die Zukunft ist also ziemlich nah! Ein Start-Up stellt übrigens gratis die neuesten Sensoren her, die es auf dem Markt derzeit zu bekommen gibt. Mit diesen lassen sich, wenn wir dabei die kostenlose App öffnen, so ziemlich immer einen freien Stellplatz. Man sagt immer, dass das Auto des deutschen liebstes Statussymbol ist. Aber ist es wirklich so und wenn ja, wie lange wird das noch so bleiben? Denken wir einfach mal an die immensen Fortschritte, die im autonomen Fahren derzeit erzielt werden, die Subventionierungen von Elektroautos oder die Diesel-Fahrverbote.

Der Wandel steht also nicht länger nur vor der Tür und friert sich seine Innovationen ab. Der Wandel ist längst in unserem Haus des Alltags angekommen. Reservieren Sie sich am besten einen Platz in der ersten Reihe, stellen Sie eine Schüssel Popcorn bereit und erleben Sie hautnah mit, wohin die Reise geht. 

Was passiert dann eigentlich mit den Fahrrädern? Was passiert dann eigentlich mit den Leuten, die nicht mehr Fahrrad fahren und sich deswegen weniger bewegen? Profitieren dann Fitnessstudios von der Entwicklung oder werden wir alle vor lauter Bewegungsmangel zu Grunde gehen?

Selbst, wenn es bald nur noch die E-Bikes auf den Straßen geben würde, wäre dies eine gravierende Veränderung! Noch braucht es bei dem Großteil der nicht motorisierten Zweiräder Muskelkraft und ausgeklügelte Mechanik. Aber vor allem Muskelkraft. Schweiß und Muskelkraft. Das System hat sich ein Ticket für eine Zukunft gelöst, von dem keiner mit Sicherheit sagen kann, wo diese Zukunft ist und wie diese genau aussehen wird.

In den kommenden Jahren werden spannende Fragen beantwortet werden müssen. Am Ende haben wir aber eines in der Hand. Wir haben es in der Hand selber über unsere Zukunft zu bestimmen. Also packen wir es an. Gestalten wir uns unsere Lebenszeit mit aller Nachhaltigkeit so, dass wir am Ende nichts bereuen und unseren Kindern sagen können: Wir haben damals die Weichen gestellt, damit ihr es einmal besser habt. Steigen wir ein und genießen die Reise in die Zukunft: Gute Fahrt!